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Geschichte

Die Geschichte des Tennissports in Bassum und die Entstehung

des Tennis Clubs Bassum e. V.

Gründungsversammlung am 1. Oktober 1910 Durch die Vermittlung von H. Ahrens konnte beim Gasthaus Stolle in Wiebusch ein entsprechendes Grundstück zur Anlage eines Tennisplatzes gepachtet werden. Hierdurch war die Voraussetzung zur Gründung des Tennisclubs geschaffen, der sich dann am 1. Oktober 1910 konstituierte. Mit großer Begeisterung wurde durch Eigenarbeit und Spenden aller Mitglieder der Tennisplatz erstellt und bereits im Sommer 1911 konnte dieser eingeweiht und der Spielbetrieb eröffnet werden. Hauptspieltag war regelmäßig der Sonntag. In den Wintermonaten war es die Geselligkeit, die durch häufige Zusammenkünfte der Mitglieder gefördert und gepflegt wurde. Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges kam alles zum Erliegen.   Nach dem 1. Weltkrieg Nach dem Kriege, welcher Not, Hunger und vielerlei Entbehrungen gebracht hatte, erwachte der Tennisclub Bassum v. 1910 zu neuem Leben. Im Frühjahr 1920 war Generalversammlung und ein neuer Vorstand übernahm die Führung. Eine neue Generation war herangewachsen und drängte, sich tennissportlich zu betätigen. Schon bald zählte man über 40 Mitglieder und es herrschte ein sehr reges Clubleben mit Turnieren gegen die befreundeten Tennisclubs, insbesondere gegen Syke und Diepholz.   Die sehr aktiven Mitglieder Ernst Thies, Frau Dora Meyer-Sagemann u.a. verstanden es, der Geselligkeit im Club stets neue Impulse zu geben, wodurch auch die sportliche Aktivität der Mitglieder immer sehr groß war. Der Club hat diesen Geist der sportlichen Kameradschaft unter seinen Mitgliedern bis in die Jahre nach 1933 erhalten können. Der Tennissport wurde in Wiebusch so lange weiter ausgeübt bis im Jahre 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach. Mit dem 2. Weltkrieg endet die Chronik des Tennisclubs Bassum v. 1910. Der Krieg und die Nachkriegswirren hatten dazu geführt, daß der Club sich auflöste.   Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg Der Tennisplatz in Wiebusch wurde nach dem Krieg eingeebnet. Jedoch nach der Währungsreform im Jahre 1948, als sich wieder sportliches Interesse in Bassum regte, waren es der Vorsitzende des TSV Bassum, Willy Brinkmann, und Max Schrock, die mit großem persönlichen Einsatz dem Tennissport in Bassum einen neuen Start gaben, woraus sich der heutige TC Bassum e.V. entwickelt hat. Im Herbst 1948 (nach der Währungsreform) traten der 1. Vorsitzende des TSV Bassum, Willy Brinkmann, und Max Schrock mit dem Plan an die Öffentlichkeit, in Bassum wieder den Tennissport einzuführen. Max Schrock wurde durch die Kriegsereignisse mit seiner Familie von Berlin nach Bassum verschlagen. Er war ein begeisterter Tennisspieler und konnte aufgrund seiner Routine und seines Könnens mehrmals Vereinsmeister werden.   1948 fanden sich etwa 40 Personen, die bereit waren, die Pläne zu unterstützen. Anläßlich einer Versammlung aller Interessenten im Hotel "Stadt Bremen" erfolgte der Vorschlag des 1. Vorsitzenden des TSV, eine Sparte Tennis zu gründen, die dem TSV angegliedert werden sollte. Hierbei spielte in erheblichem Maße die Platzfrage eine Rolle, denn 1. war das Geld sehr knapp, und 2. war es unter den damaligen Umständen sehr schwierig, ein geeignetes Gelände zu finden. Vor allem dem Einsatz und Verhandlungsgeschick Willy Brinkmanns war es zu danken, daß mit dem Schützenverein v. 1848 Vereinbarungen getroffen werden konnten, worauf dann allerdings weitgehend verzichtet wurde. Alle Mitglieder zeigten intensiven Arbeitseinsatz beim Bau der Plätze, sowohl bei den Vorarbeiten (Fällen der Bäume, Roden der Stubben und Räumen des Geländes) als auch bei den eigentlichen Platzarbeiten. U.a. stellte die Ziegelei Siekmann kostenlos Fehlbrandziegel zur Verfügung, die für den Unterbau teilweise anstelle der teuren Schlacke verwendet wurden. Diese Steine mußten allerdings mit Spezialhämmer, die die Straßenbaufirma Wessels leihweise zur Verfügung stellte, von Hand zerklopft werden, eine mühselige Arbeit, bei der es Blasen und blutige Hände gab. Die Firma Gebr. Hülsbruch führte zu günstigen Bedingungen Walzarbeiten aus. Die Fertigstellung erfolgte im Hochsommer 1949. Danach Spielbeginn. Die Leitung der Sparte übernahm Max Schrock. Die wenigen Mitglieder, die Tennis spielen konnten, u. a. Frau Barth, Frau Halfmann und die Herren Schrock, Bernsen und Resin, nahmen sich der Anfänger an. Ein ausgeschlachteter Bus, der vor der alten Schießhalle abgestellt war, diente als Umkleideraum. Da der übliche Beitrag des TSV nicht ausreichte, mußten die Mitglieder der Tennissparte einen höheren Beitrag bezahlen. Ein Teil davon konnte für eigene Zwecke verwendet werden. Die Sparte hatte daher eine gewisse Eigenständigkeit und eine eigene Kassenführung.   Anschluß an den Niedersächsischen Tennis-Verband Nach wenigen Jahren veranlaßte Schrock den Kauf einer Jagdhütte, die im Wedehorner Holz stand und einem Bremer Kaufmann gehörte. Diese Hütte wurde im Forst abgebaut und auf dem Tennisplatzgelände wieder aufgebaut. Bei dieser Gelegenheit wurden die Plätze von der ursprünglichen Nord-Süd-Richtung in die jetzige Ost-West-Richtung verlegt. Außerdem wurde eine Übungswand errichtet. Nach dem Aufbau der Hütte standen 2 Umkleideräume und 1 Aufenthaltsraum mit überdachter Veranda davor zur Verfügung. Von 1952 - 1953 übernahm vorübergehend Hermann Bischoff, der zu den Gründern gehörte, die Spartenleitung. Danach wieder Max Schrock. Ihm folgte Mitte der 5oer Jahre Erwin H. Fietz bis Januar 1976. Unterbrechung von April 1965 bis April 1966 durch Dieter Schade. Mitte der 6oer Jahre erreichte der Tennisclub Bassum knapp 100 Mitglieder. Da das Clubhaus zu klein wurde, zog man die überdachte Veranda in den Aufenthaltsraum mit ein. Seitlich wurden ein Geräteraum und eine kleine Teeküche angebaut.   Teilnahme am Punktspielbetrieb Bis einschließlich 1963 wurden mit befreundeten Vereinen zahlreiche Freundschaftsturniere ausgetragen. Nachdem ein gutes spielerisches Niveau erreicht war, erfolgte 1964 Beteiligung an den Punktspielen der Nieders. TV mit zunächst 1 Herrenmannschaft. Später kamen dann hinzu: 1 Damenmannschaft, eine 2. Herrenmannschaft, eine Seniorenmannschaft, 1 Juniorenmannschaft und nach dem Wechsel vom Nieders. TV zum TV Nordwest, der am 1.1.1978 vollzogen wurde, erstmals auch eine Jungseniorenmannschaft (Spieler ab vollendetem 35. Lebensjahr). Durch die Beteiligung an den Punktspielen wurde u.a. eine erhebliche Leistungssteigerung erzielt. Die Freundschaftsturniere gerieten allerdings bei dieser Entwicklung, nicht zuletzt wegen Terminschwierigkeiten, leider mehr und mehr ins Hintertreffen.   Gründung des TC Bassum e. V. Anfang dieses Jahrzehnts wurden etwa 120 Mitglieder registriert. Dadurch waren beide Plätze überlastet. Hinzu kam, daß trotz laufender Instandsetzungsarbeiten das Clubhaus (reiner Holzbau) immer mehr Schäden aufwies, u.a. wurde der Fußboden, der bereits des öfteren ausgebessert worden war, morsch. So entstand der Plan zum Bau eines 3. Platzes und eines neuen Clubhauses. Da der TSV sich nicht in der Lage sah, die hierfür erforderlichen Mittel bereitzustellen, die Tennisabteilung als Sparte des TSV nicht berechtigt war, die für die Durchführung dieser umfangreichen Bauvorhaben erforderlichen Verhandlungen zu führen, tauchte der Gedanke einer Trennung vom TSV und damit Gründung eines eigenständigen Vereins auf. Nach intensiven Verhandlungen mit dem TSV, bei denen sich seitens der Tennisabteilung der Spartenleiter E. Fietz sehr engagierte, kam es dann in beiderseitigem Einvernehmen zur Trennung, und im April 1972 wurde der Tennisclub Bassum e.V. gegründet. Im Oktober 1972 erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Bassum. Zum 1. Vorsitzenden wurde E. Fietz gewählt. Er traf sofort alle Vorbereitungen für den Bau eines 3. Platzes und Vergrößerung des Ballwandplatzes. Außerdem Baubeginn des Clubhauses. Bei allen Bauvorhaben wurde ein erhebliches Maß an Eigenleistung erbracht. Fertigstellung im Hochsommer und offizielle Übergabe der gesamten Anlage am 26.8.1973. Mit dem allgemeinen Tennisboom war starker Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. Zwecks besserer Ausnutzung der Plätze wurde 1976 eine Flutlichtanlage für alle 3 Plätze installiert, nachdem schon in den 50er und 60er Jahren jeweils eine provisorische Anlage bestanden hatte, die beide, da sie den Anforderungen nicht genügten, wieder abgebaut wurden. Der im Clubhaus befindliche Geräteraum erwies sich als viel zu klein, daher wurde eine Fertiggarage aufgestellt, die als Geräteraum genutzt wird. Im Zusammenhang damit entstand beiderseits des Clubhauses eine Windschutzmauer, einmal als Verbindung vom Clubhaus zum Geräteraum, zum anderen als Wind- und Sichtschutz der seitlich gelegenen Terrasse. Diese Baumaßnahmen kamen unter dem Vorsitz von Dr. Starke zustande, der im Januar 1976 zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde, nachdem E. Fietz nach 2ojähriger Tätigkeit, vor allem aus beruflichen Gründen, zurücktrat. Zum Dank für seine Verdienste wurde E. Fietz zum Ehrenvorsitzenden ernannt und erhielt außerdem ein Geschenk. Diese Ehre wurde bereits früher Max Schrock zuteil.   Bau der Tennishalle Aufgrund der allgemeinen Entwicklung und nicht zuletzt dank der wesentlich verbesserten Anlage konnten zahlreiche neue Mitglieder gewonnen werden. Bis zum Herbst dieses Jahres konnte der Tennissport in Bassum vorwiegend nur in den Monaten Mai bis Oktober ausgeübt werden, da während der übrigen Monate in den beiden Bassumer Sporthallen nur sehr begrenzt Spielmöglichkeiten bestanden. Da Tennis sich aber immer mehr zu einem Ganzjahressport entwickelte, reifte im Vorstand der Plan, eine Tennishalle zu bauen. Der 1. Vorsitzende, Dr. Starke, nahm Verhandlungen der Stadt wegen des mit Standortes auf und sondierte bei den hiesigen Geldinstituten die Finanzierungsmöglichkeiten. Zunächst war an den Bau einer Dreifeldhalle gedacht. Finanzielle Gründe ließen es jedoch ratsam erscheinen, sich mit einer Zweifeldhalle zu begnügen. Den Bemühungen Dr. Starkes und weiterer Vorstandsmitglieder ist es zu danken, daß nach schwierigen und langwierigen Verhandlungen von der Stadt Bassum ein geeignetes Gelände an der Industriestraße, also in der Nähe der Tennisplatzanlage, in Erbpacht erworben werden konnte. Da die Finanzierung bereits früher durch Vereinbarungen mit der Kreissparkasse Bassum gesichert werden konnte, wurden alle Schritte veranlaßt, die erforderlich waren, um ein derart umfangreiches Bauvorhaben termingerecht durchführen zu können. Im Januar 1978 drohte ein Rückschlag, als Dr. Starke dem Vorstand mitteilte, daß er bereits Anfang Februar Bassum aus beruflichen Gründen verlassen werde. Bis zur turnusgemäßen Neuwahl des Vorstandes sprang die 2. Vorsitzende, Frau Sikora, für Dr. Starke ein. Anläßlich der Generalversammlung hatte der TC Bassum das Glück, in Otto Carl Hoffmann den geeigneten Nachfolger für Dr. Starke zu finden. Dieser engagierte sich sehr für den Hallenbau und wurde dabei von den übrigen Vorstandsmitgliedern, die alle wiedergewählt wurden, unterstützt. So konnte trotz großer Schwierigkeiten der Bau in Angriff genommen werden. Ende August fand das Richtfest statt und bereits am 9. Oktober wurden die ersten Bälle geschlagen. Die offizielle Einweihung erfolgte nach Fertigstellung der Außenanlagen am 29. Oktober, und dieser Hallenneubau dürfte als vorläufiger Höhepunkt in der Vereinsgeschichte gewertet werden.   (Quelle: Bassum, Das Vereinsleben in einer Kleinstadt Band III)    
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